Alle Welt spricht vom Riestern. Für einen Laien, der seine eigenen Versicherungsunterlagen am Liebsten immer in die hinterste Schublade packt, ist die Beschäftigung mit diesem Thema schon fast eine Zumutung. Natürlich ist mir klar, dass privat etwas für eine zusätzliche Altersvorsorge getan werden muss. Aber welcher Weg ist der Richtige? Von vielen Seiten wird dafür Werbung gemacht, dass beim Riestern der Staat eine Menge dazugibt.
Wer unsern Staat aber etwas genauer kennt, wird da sofort misstrauisch. Der kritische Bürger kann sich nicht vorstellen, dass dieser Staat mutwillig Geld verschenkt. Der Sinn der Einführung der Riester-Rente könnte nämlich auch daran liegen, der Staatskasse die Zahlung einer Vielzahl von Sozialleistungen als Ergänzung zu einer nicht ausreichenden Rente aus der Sozialversicherung zu ersparen. Die Einführung einer allgemeinen Grundsicherung hat ja bewiesen, dass die Sozialversicherung nicht für alle Personenkreise den Lebensunterhalt sicherstellen kann. Wenn jetzt mutig eine langfristige Bindung von Finanzmitteln an einen Versicherungsträger im Hinblick auf eine spätere Riester-Rente erfolgt, bleiben viele Fragen offen. Die spätere Anrechnung dieser Rentenleistungen im Steuerrecht und Sozialrecht sind heute in keiner Weise absehbar. Hier müsste der Staat erstmal Garantien entwickeln, die den Vertrauensschutz des Bürgers auf heutige Zusagen festlegen.
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