Da hat man sich den ganzen Winter über geziert sich endlich einen Kamin zuzulegen und jetzt kommt er im Sommer! Seit ich in meiner jetzigen Wohnung lebe, stört mich vor allem die fehlende Isolierung der Fassade, im Jahr 1952 hat man es damit wohl noch nicht so genau genommen. So lange die Heizung auf vollen Touren läuft ist das ja kein Problem, aber in der Übergangszeit in der man aus falscher Sparsamkeit nicht heizen möchte, kann es doch verdammt kühl werden.
Klar, dass da irgendwann der Wunsch nach einer gemütlichen Heizquelle aufkommt die man mal eben an und wieder abschalten kann und die nicht mit teurem Strom funktioniert. Ein Holzofen kommt aus baulichen Gründen nicht in Frage, dazu fehlt der freie Kamin.
Also fiel die Entscheidung auf einen Ethanolofen. Nein, das ist kein umgebauter Ölofen, sondern ein Ofen mit einer offenen Ethanolflamme. Das hat den Vorteil, dass man keine besondere Abluftöffnung braucht denn Ethanol verbrennt zu CO2 und Wasser. So weit so gut, wenn ich mit der Bestellung nur nicht so lange gewartet hätte. Denn der Hersteller hatte Lieferschwierigkeiten und konnte meine Bestellung erst Anfang Mai ausliefern. Nun stehe ich da, 30°C im Schatten und habe endlich meinen Ofen im Zimmer.
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