Die Finca meiner Gedanken liegt in einer kargen, spanischen Landschaft vor, in leicht hügeligem Gelände oder an einem Hang. Fern den Bettenburgen der Touristen, die sich an der Küste zusammendrängen und gemeinschaftlich schwitzen. Die alten Landsitze im Innern der iberischen Halbinsel und der spanischen Inseln weisen oft eine Geschichte von mehreren hundert Jahren auf – und wer weiß, was sie alles von dieser Geschichte erzählen könnten: von spanischer Großmacht und Ackerbäuerlichkeit, von Krieg und Frieden. Im Süden Spaniens ist der maurische Einschlag in der Architektur mancherorts noch an den architektonischen Ornamenten oder an Wasserspielen im Innenhof zu erkennen.
Umgeben von Olivenhainen oder sonstigem Landbesitz schmiegen sich die Fincas in die Landschaft. Die Sehnsucht, die Ruhe auf dem Land zu genießen, kannten auch viele Künstler, die sich auf ihre ländlichen Häuser zurückzogen. Auch die meisten Adeligen besaßen Landsitze, die in früheren Zeiten oft bedeutende Einnahmen erwirtschafteten. Der Tourismus hat heute viele von ihnen wieder zum Leben erweckt. Er hat für Besitzerwechsel und Renovierungsarbeiten ebenso gesorgt wie für zahlreiche Neubauten im Fincastil in Tourismusregionen wie etwa Mallorca. Es ist eine neue Geschichte, deren Zeugin die Finca hier wird, eine internationale. Und wieder steht sie etwas abseits, an den ruhigen Rändern.
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