Immer wieder wird in den Medien für Geldanlagen zur privaten Altersvorsorge geworben. Um nicht allein auf die Rente aus der Sozialversicherung angewiesen zu sein, soll man privat zusätzlich vorbeugen. Die Bundesregierung hat dafür das Riestern erfunden und lockt mit staatlichen Zuschüssen. Leider sagt mir aber keiner, woher ich das Geld dafür nehmen soll. Bei sinkendem Einkommen und steigenden Preisen für die Kosten des Lebensunterhaltes ist mir ein Rätsel, woher das Geld für monatliche Kapitalanlagen kommen soll.
Ausserdem ist beim Riestern das Geld solange gebunden, dass ich bei akuten Notfällen nicht darauf zurückgreifen kann. Schlauere Leute sagen, dass Immobilien die beste private Altersversorgung darstellen. Es gibt da den Slogan: “Ich wohne in meiner Altersversorgung.” Aber wer garantiert mir, wie der Immobilienmarkt aussieht, wenn ich das Rentenalter erreicht habe. Bei der Riesterrente gibt es wie bei jeder anderen Anlageform keine Garantie, wie später die steuerrechtliche Bewertung durch den Fiskus aussieht. Wer die zunehmende Raffgier unseres Staates beobachtet, rechnet in dieser Sache mit dem Schlimmsten. Für Geringverdiener läuft es darauf hinaus, dass sie trotz lebenslanger Arbeit irgendwann auf die staatliche Grundsicherung angewiesen sind.
Wird die über viele Jahre privat eingezahlte Riesterrente dann auf derartige Sozialleistungen angerechnet? Bei der Beschäftigung mit dem Thema “Private Altersvorsorge” zeigen sich noch viele Konfliktfelder auf, in denen der Gesetzgeber zunächst für klare Regelungen sorgen muss!
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